Was wäre, wenn ich achtsam mit mir selbst wäre?

Wenn wir uns selbst gegenüber achtsam sind, können wir anderen gegenüber die Achtsamkeit schenken, die sie wert sind.

Wenn wir uns selbst wertschätzen, können wir andere wertschätzen.

Wenn wir uns morgens achtsam und lächelnd guten Morgen sagen können, können wir von Herzen viele Lächeln den Tag durch verteilen.

Doch was bedeutet sich gegenüber achtsam sein überhaupt?

Die Achtsamkeit sich selbst oder anderen gegenüber ist ein klares, nicht-wertendes und nicht beurteilendes Wahrnehmen von Gedanken, Gefühlen und Körperempfindungen. Ob dies nun angenehme, unangenehme oder neutrale Wahrnehmungen sind, es bleibt das Gleiche. Es geht darum im Augenblick – Jetzt – anzunehmen, zu erfahren und zu akzeptieren wie es ist – ohne Interpretationen.

Was wäre, wenn ich achtsam mit mir selbst wäre?

Je öfters wir uns mit der Achtsamkeit uns selbst gegenüber beschäftigen, desto alltäglicher wird sie uns begleiten können. Dies ist umso wichtiger in Zeiten, in welchen es uns durchschüttelt. Während Zeiten in welchen wir das Gefühl haben, alles geschieht wie auf einmal und wir können es nicht selber steuern. Doch ist dies wirklich so?

Wir können selber wählen, wie wir mit Situationen umgehen möchten. Dies heisst nicht, dass wir nur positiv und blind durchs Leben wandeln und den Tatsachen nicht mehr ins Auge blicken. Ganz und gar nicht. Doch stürmt etwas in unser Leben ein, auf was wir selber keine Macht haben, dann können wir dem zwar viel Zeit und Energie widmen, wir können jedoch auch die Aufmerksamkeit darauf richtig dosieren oder uns dem komplett entziehen.

„Schenke da Energie, wo du etwas bewirken kannst und nicht da wo andere über dich zu bestimmen versuchen.
Sei achtsam mit deiner Eigenmacht und lass niemanden Macht über dich nehmen.“

Dies bedeutet auch konsequent, dass wir darauf achten sollten, wem und was wir Zeit schenken. Und dies vor allem auch auf die Vergangenheit oder die Zukunft bezogen.

Ist es Zufall, dass gerade jetzt im achten Monat des Jahres im August so viele mit Grenzüberschreitungen und Machtthematiken zu tun haben? Wohl kaum. Je öfters wir im Vorfeld die Achtsamkeit uns selbst gegenüber trainiert haben, desto besser können wir im herausfordernden August mit diesen Themen umgehen. Schmerzliche Erfahrungen, Stress, Enttäuschungen und Vertrauensverluste werden sich nicht einfach in Luft auflösen, doch wir können besser damit umgehen. Innere Ruhe, Klarheit, Selbstbestimmung und Akzeptanz hat viel mit unserer Einstellung zu tun.

Grosse Bitterkeit in der Gegenwart hat mit Erfahrungen der Vergangenheit zu tun. Irgendwann hat uns irgendwer in irgendeiner Situation mit irgendeiner Aussage verletzt. Es ist wie eingemeisselt, eingeteert, eingepflanzt und irgendwelche Trigger im Jetzt docken da wieder an. Im August kommt vieles wieder hoch. Wir fahren Achterbahn und verpassen die Haltestellen um auszusteigen. Der August will jedoch Spass und Genuss. Er will Lachen verbreiten und Verständnis für uns selbst schenken.

Was wäre, wenn ich achtsam mit mir selbst wäre?

Wie reagieren wir auf Reize? Welches sind unsere Schwachstellen? Wo legen wir unseren Fokus fest? Wem geben wir Raum und wem entziehen wir Raum?

Achtsamkeit uns selbst gegenüber schenkt uns Handlungsfähigkeit und Lösungsorientiertheit und damit setzen wir Zeichen. Wir sind klar und so ganz nebenbei können wir unserem Körper damit Gesundheit und ein Wohlbefinden beitragen. Gibt es etwas Wichtigeres als der Augenblick der Gegenwart bewusst wahrnehmen zu können? Der Augenblick in welchem wir wissen und fühlen, ja wir sind und wir bestimmen? Der Augenblick in welchem wir begleitet sind von bereichernden Freunden und Familie?

Die Voraussetzung für die Achtsamkeit sich selbst gegenüber ist überhaupt der Wille und der Wunsch, sich mit sich selbst beschäftigen zu wollen. Solange die anderen um uns herum wichtiger sind, als wir selber, wird es nichts mit der Achtsamkeit uns selbst gegenüber. Solange wir die anderen als Täter betrachten und uns als Opfer wird es nichts mit der Achtsamkeit uns selbst gegenüber.

  • Sind Sie bereit sich diese Zeit für sich zu schenken?
  • Sind Sie bereit gegenwärtige Augenblicke ohne Bewertungen zu betrachten?
  • Sind Sie bereit sich Fehler einzugestehen und sie als Lebensprozess betrachten zu können?
  • Sind Sie bereit wachsen und lernen zu wollen?
  • Sind Sie bereit Ihr Leben mit Ihrer intensivsten Kraft zu erfahren und sich zu Ihren innersten Stärken führen zu lassen?

Haben Sie einmal erkannt, dass das Leben Schritt für Schritt vorwärts geht, einen Augenblick nach dem anderen sich anreiht und zwar immer in die Richtung nach vorne, was hat es dann für einen Sinn, sich dauernd im Hamsterrad des Gesterns zu verweilen?

Was wäre, wenn ich achtsam mit mir selbst wäre?

Der Fluss des Lebens will mit Achtsamkeit sich selbst gegenüber weiterfliessen. Der August fragt danach, wo ist etwas zu viel und wo ist etwas zu wenig? Wo fehlt die Balance? Was können Sie tun um jetzt ein Gleichgewicht herzustellen? Wo haben Sie einen zu starken Fokus darauf, wo Sie nichts bewirken können, sondern es raubt Ihnen nur Energie? Wo sollten Sie Ihren Fokus hinrichten, dass Ihre Kraft sich steigern kann? Es geht nicht nur um sich selber, sondern jedem Lebewesen gegenüber, ob Mensch oder Tier. Auch die Natur will beachtet werden, denn auch sie lebt.

Mit Achtsamkeit sich selbst gegenüber steigt automatisch das Selbstvertrauen und auch das Vertrauen anderen gegenüber. Neue Wege können sich zeigen und Sie können selber wählen, ob Sie darauf wandeln wollen oder nicht.

Das Leben ist eine stetige Herausforderung. Der Weg zur eigenen Wahl kann mühsam sein. Sie können jedoch während jeden Augenblickes wählen, ob Sie sich den Herausforderungen stellen wollen oder ob Sie die Regie Ihres Lebensfilmes jemanden anderen übertragen wollen. Zeigen Sie Mut oder Spontanität oder sperren Sie sich selbst ein? Sind Sie lösungsorientiert oder lieben Sie es sich in Problemen zu suhlen?

Geld, Status und Anerkennung sind drei machtvolle stetige Begleiter – nicht nur im August, obwohl es drei wichtige 8er-Themen sind. Doch sind Geld, Status und Anerkennung wirklich so wichtig, wie wir annehmen, dass sie sind? Was wäre, wenn wir diesen drei Themen nicht so viel Aufmerksamkeit schenken würden? Was wäre dann mit Neid, Eifersucht und Missgunst? Wie genussreicher, ruhiger und fröhlicher wäre die Stimmung in uns und um uns herum?

Was wäre, wenn ich achtsam mit mir selbst wäre?

Das Glück wird uns geschenkt, wenn wir es nicht von etwas anderem abhängig machen. Und genau so kann Geld, Status und Anerkennung erfolgen. Streichen Sie, dass Sie etwas wollen, sondern tun Sie wertschätzend etwas dafür. Wie ein altes Sprichwort sagt:

„Steter Tropfen höhlt den Stein.“

  • Bereichern Sie Ihr eigenes Leben mit Dankbarkeit und wertschätzender Kommunikation.
  • Bereichern Sie Ihr eigenes Leben mit achtsamen Annehmen jedes einzelnen Augenblickes.
  • Bereichern Sie Ihr eigenes Leben mit Menschen denen Sie wichtig sind und welche Ihnen das Gefühl geben, Sie haben einen einzigartigen wundervollen Wert.
  • Bereichern Sie Ihr eigenes Leben mit motivierenden, begeisterungsfähigen Menschen, die ihr kraftvolles Warum kennen und andere daran teilhaben lassen.
  • Bereichern Sie Ihr eigenes Leben mit dem Loslassen von Menschen, die Ihnen nicht gut tun und Situationen, die Sie an eine bittere Vergangenheit erinnern.

 

Das Leben ist ein Spiel, etliches können wir nicht selber steuern, sondern es macht mit uns. Doch da wo wir etwas bewirken können, sollten wir dem Guten den Prioritätsfokus schenken.

Was wäre, wenn ich achtsam mit mir selbst wäre?

  • Wie viel Achtsamkeit schenken Sie sich?
  • Fühlen Sie eine Balance in sich?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare,
HERZlichst,

Patricia Zurfluh

 

2 Antworten zu Was wäre, wenn ich achtsam mit mir selbst wäre?

  1. Barbara J. Schoenfeld 16. August 2017 um 9:45 #

    Liebe Patricia,

    dein Artikel trifft mal wieder voll ins Schwarze. Ich bin schon den gesamten Monat dran, mir selbst mehr Aufmerksamkeit zu schenken und auch besser auf meine schon lange unterdrückten Gefühle zu achten.

    Nach ein paar Tagen dann stelle ich immer fest, dass sie richtig waren. Es hat sich in diesem Monat auch eine Menge geändert. Ich stelle fest, dass ich mich dem Fluss des Lebens inzwischen nicht mehr im Weg stehen möchte und auch nicht kann. Es wird zwar nicht leichter, aber das Gefühl ist wesentlich leichter.

    Und ich habe mich in diesem Monat tatsächlich mit Macht und Manipulation auseinander gesetzt. Uralte Themen kamen nochmal hochgekrochen und werden jetzt endlich erlöst….

    Und das Gefühl ist einfach befreiend…..

    Herzliche Grüße

    Barbara

    • Patricia 16. August 2017 um 10:08 #

      Liebe Barbara,
      vielen herzlichen Dank für deine Zeilen.
      Genau dies ist, wundervoll ausgedrückt, „Und das Gefühl ist einfach befreiend…“ 🙂 Wir können nicht alles steuern, doch bereits unsere Intention, dass wir unsere innere Einstellung dazu ändern können, kann befreiend sein.
      Es darf uns zuerst bewusst werden, dann folgt eine ehrliche Reflektion darüber und erst dann können wir es wirklich loslassen. Dieser Prozess hilft die endlos Schlaufe der Wiederholungen nicht dauernd machen zu müssen.
      Ich wünsche dir guten Durchhaltewillen und viele befreiende Augenblicke,
      HERZlichst,
      Patricia

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