Warum mache ich es JETZT?

pixabay  - warum mache ich es jetztFertig mit Ausreden!

Fertig mit keine Zeit haben!

Fertig mit ich weiss nicht was!

Warum mache ich es JETZT?

Oft höre ich, ich versuche es dann mal. Jeder Mensch hat sein Tempo, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren.

Der entscheidende Punkt ist nur, will ich etwas verändern? Wird der erste Schritt gemacht? Werden die ersten Entscheidungen getroffen? Wird Drangeblieben?

Warum mache ich es JETZT?

20150510_143729Der August, der achte Monat im Jahr ist der Monat der Vergangenheitsliebe oder -bedauern. Es war doch so schön. Oder genau umgekehrt, es war so schlimm, was soll ich in Zukunft schon anderes erwarten? Es hat eh keinen Sinn.

Ja, was weiss ich schon, was mich hinter einer Kurve erwartet, wenn ich den Weg noch nie gegangen bin? Ich weiss es nicht. Doch muss ich denn alles wissen? NEIN!

Natürlich möchte der Mensch irgendwo eine Sicherheit haben. Ich will ja auch nicht hinter der Kurve auf einen hungrigen Löwen oder auf einen Abgrund ohne Fangnetz treffen. Bin ich aber immer auf Sicherheit bedacht, werde ich meistens auch nur machen, was ich kenne. Denn sicher bin ich vor allem mit diesen Dingen, die ich seit Jahren gewohnheitsmässig mache und die sich irgendwie auch gut anfühlen. Dinge, die meistens immer genau gleich ablaufen. Ich kann sie im Schlaf und weiss gar nicht, wie ich von A nach B gekommen bin oder ob ich die Türe geschlossen habe, etc..

Ja, und dann kommen die Momente mit den Gefühlen – es ist langweilig, es ist immer genau der gleiche Trott. Man vergräbt sich in seinen Gewohnheiten, um ja keine herausfordernden Überraschungen zu erleben. Dann fangen die Stimmungsschwankungen an, man ärgert sich über dieses und jenes, man ist unzufrieden. Überlegungen wie: Ist es das wirklich gewesen, mein Leben? Wohl gemerkt, es geht nicht allen so, jedoch sehr vielen.

Und dann vertraut man sich mal jemanden an – und dieser Jemand gibt dann Tipps und Vorschläge, wie man diesen Zustand ändern kann.

Warum mache ich es JETZT?

Dies ist nun das Entscheidende. Setzen Sie diese Tipps und Vorschläge sofort um. Lassen Sie keine 72 Stunden verstreichen, ohne dass Sie irgendwelche Nachforschungen gemacht haben. Ohne dass Sie sich irgendwo Hilfe für eine Umsetzung geholt haben. Ohne dass Sie irgendetwas bewegt haben. Bitte glauben Sie mir, die Veränderung, welche Sie sich wünschen, kommt Ihnen nicht auf dem Serviertablett entgegen, sondern wartet hinter der Kurve.

Erst wenn Sie hinter die Kurve geschaut haben und ein Wegstück weiter gegangen sind, wissen Sie ob es etwas für Sie ist oder war. Kehren Sie jedoch um, bevor Sie überhaupt dahinter geblinzelt haben, dürfen Sie sich auch nicht weiter beklagen.

Warum mache ich es JETZT?

Aussagen wie: „Ich schau dann mal und werde es versuchen.“, „Jetzt habe ich gerade keine Zeit.“, „Mein … will nicht, dass ich so etwas mache.“ etc. sind lauter Ausreden. Ausreden, um ja nicht ins Tun zu kommen. Denn dieses Tun verlangt eine Veränderung und oft auch Mut. Die Sicherheit muss verlassen werden.

eight-143277_640Und so komme ich wieder zur Acht – dem Monat August. Legen wir die Acht einfach mal hin – so haben wir zwei Kreise nebeneinander, die sich in der Mitte berühren.

Diese Acht ist ein Symbol der Lebensschwingung. Bevor Sie nun weiterlesen, machen Sie mal einen Selbsttest. Zeichnen Sie eine liegende Acht in einem Zug.

Bitte zuerst machen und erst dann weiterlesen.

Wo haben Sie gestartet?

In welche Richtung haben Sie die liegende Acht gezogen?

Die Acht können wir auch als Vergangenheit (links) – Gegenwart/JETZT (Schnittstelle) – Zukunft (rechts) betrachten.

Haben Sie ganz links gestartet? Dann ist dies ein Zeichen dafür, dass Sie sehr oft in der Vergangenheit verweilen, sich immer wieder daran erinnern – ob nun mit positiven oder negativen Gefühlen.

Haben Sie in der Mitte gestartet? In welche Richtung? Nach links zurück in die Vergangenheit oder nach rechts in die Zukunft? Entscheiden können Sie immer JETZT – übernehmen Sie Selbstverantwortung.

Haben Sie ganz rechts gestartet? Dann ist dies ein Zeichen dafür, dass Sie wohl öfters zu den Tagträumern gehören könnten und sich mit Ihren Visionen eine goldige Zukunft ausmalen – es wird schon irgendwie alles gut werden. Doch halt, ohne dass Sie JETZT etwas für Ihre Zukunft machen, kommt Ihnen das Glück auch nicht einfach zugeflogen.

pixabay  - liegende Acht mit Pfeilen gelbEin Tipp von mir – und bitte gleich umsetzen – zeichnen Sie für 40 Tage täglich ein paar Mal eine liegende Acht.

Von der Mitte ausgehend nach rechts oben und unten durch in die Mitte, dann nach links oben und unten zurück zur Mitte.

Mit dieser kleinen Übung zentrieren Sie sich und Ihr Fokus geht vom JETZT in die Zukunft. Wir schliessen die Vergangenheit nicht aus – doch wir wollen Sie nicht zum Zentrum unseres Lebens machen.

Möchten Sie noch mehr über die Acht erfahren, dann lesen Sie mein Buch Warum lebe ich MEIN Leben?. Viel Lebensfreude und Umsetzungsenergie damit.

Warum mache ich es JETZT?

Den Tipp mit dem Zeichnen der liegenden Acht könnte genauso gut von Ihrem Partner, Ihrer besten Freundin oder sonst jemanden kommen. Wichtig ist einfach mal zuzuhören und dann gleich umzusetzen, wenn es sich gut anfühlt.

Viel Freude mit Ihrer persönlichen Acht.

Seien Sie „acht“sam, denn so werden Sie in Ihre Eigenm“acht“ kommen.

Wie haben Sie Ihre liegende Acht gezeichnet und wie fühlen Sie sich bei der Beschreibung?

Herzlichst

Patricia Zurfluh

16 Antworten zu Warum mache ich es JETZT?

  1. Sybille Johann 15. August 2015 um 15:30 #

    Liebe Patricia,
    was für eine interessante Übung! Ich habe in der Mitte gestartet und bin erst mal in die Vergangenheit gelaufen 🙁 Genau das will ich aber seit einiger Zeit ablegen. Es ist ja ganz nett, sich Gedanken darüber zu machen, warum das so gekommen ist wie es ist. Aber ich verliere immer mehr das Interesse daran nachzugraben. Mich interessiert mehr, was JETZT und IN ZUKUNFT möglich ist.
    Zurückschauen höchstens, um verschüttete Talente wieder hervorzuholen.
    LG
    Sybille

    • Patricia 24. August 2015 um 11:59 #

      Liebe Sybille
      „Verschüttete Talente“ dies ist ein sehr guter Hinweis. An diese soll man sich erinnern und sich wieder getrauen hervor zu holen. Sie sollen ins JETZT integriert werden, um in der Zukunft mit Ihnen viel Lebensfreude erleben zu dürfen.
      Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Herzlichst
      Patricia

  2. Gabriele Valerius-Szöke 16. August 2015 um 8:50 #

    Liebe Patricia,

    sehr interessant, was du da schreibst. Ich habe die liegende Acht in der Mitte gestartet und nach links gezeichnet.

    Es war mir gar nicht bewusst, dass ich wohl oft in der Vergangenheit verweile, da ich der Meinung war, immer von meiner Zukunft zu träumen.

    Allerdings könnte es ja auch sein, dass ich es so gezeichnet habe, weil ich ein wenig Angst vor den Dingen habe, die ich gerade tue. Denn ich arbeite derzeit mit einer Kollegin an einem Kurs und da gibt es so viele technische Dinge (Software für automatische Auslieferung, Zahlungsanbieter etc.) umzusetzen, woran ich mir gerade ein wenig „die Zähne ausbeiße“ und die ich am liebsten weit von mir schieben würde. Denn ich Sorge habe, dass ich es nicht rechtzeitig fertig bekomme und das Datum des Starts des Kurses nicht einhalten kann.

    Aber da muss ich jetzt durch. Ich werde deine Übung, die du vorgeschlagen hast, auf jeden Fall machen.

    Liebe Grüße
    Gabi

    • Patricia 24. August 2015 um 12:05 #

      Liebe Gabi
      Von der Mitte aus zurück in die Vergangenheit, gibt oft ein Gefühl der Sicherheit, man kann sich darauf verlassen. Die Zukunft ist das Ungewisse. Wir können vom Resultat und vom Ziel träumen, doch der Weg dahin ist die „Unbekannte“. Deshalb gehen viele oft zuerst den Weg zurück.
      Die Übung hilft das Unbekannte vertrauensvoller anzugehen – viel Freude auf deinem Weg und viel Spass und Erfolg mit eurem Kurs 🙂
      Herzlichst
      Patricia

  3. Barbara J. Schoenfeld 18. August 2015 um 11:41 #

    Liebe Patricia,

    danke für diese Übung. Ich habe es auch so gemacht wie Sybille und Gabi. Es ist wirklich ein Versuch wert, das jetzt mal anders zu machen. Ich hab es grade ein paarmal ausprobiert und habe dabei ein besseres Gefühl.

    Die liegende Acht habe ich auch schon oft verwendet um Blockaden aufzulösen. Sowohl körperlicher als auch mentaler Art.

    Ich habe mir früher auch viel zu viele Gedanken über die Zukunft gemacht und bin darüber dann nicht mehr dazu gekommen, einfach loszugehen. Inzwischen mach ich es anders. Ich gehe einfach los. Trotz komischem Gefühl, denn was wenn der Tiger tatsächlich irgendwo auf mich wartet, was wenn es doch nicht klappt…..

    Auch für diese Zweifel lässt sich die liegende Acht gut anwenden 😉

    Herzliche Grüße
    Barbara

    • Patricia 24. August 2015 um 12:19 #

      Liebe Barbara
      Du sprichst etwas sehr wichtiges an: „Ich hab es grade ein paarmal ausprobiert und habe dabei ein besseres Gefühl.“
      Je öfters man diese Übung macht, desto mehr macht sich dieses bessere Gefühl bemerkbar.
      Deshalb lohnt sich ein Dranbleiben, um sich immer mehr und mehr auf das JETZT in die Richtung der Zukunft zu widmen.
      Dein Hinweis betreffend Zweifel kann ich ebenso bestätigen. Vielen Dank.
      Herzlichst
      Patricia

  4. Christine Novotny 25. August 2015 um 11:56 #

    Liebe Patricia,
    diese Achterübung ist großartig! Acht steht ja auch für Unendlichkeit…
    Ich hab zwar mittig begonnen, aber von da weg zuerst nach links in die vergangenheit. Jetzt hab ichs anders herum gemacht… und die Achter werden gleich viel schöner und harmonischer.
    Also insgesamt einfach stimmiger. Fühlt sich viel besser an!
    Liebe Grüße
    Christine

    • Patricia 31. August 2015 um 9:10 #

      Liebe Christine,
      wir sind im ewigen Kreislauf – die Unendlichkeit ist uns geschenkt. Dies kann verunsichern oder uns Sicherheit geben, uns mutig machen oder uns gefangen halten.
      Unsere Gefühle sind das Entscheidende. Je besser wir uns fühlen, desto wundervoller erleben wir diese Unendlichkeit der Möglichkeiten.
      Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Herzlichst
      Patricia

  5. Birgit Terletzki 26. August 2015 um 10:31 #

    Liebe Patricia,

    während ich den Artikel so begann, dachte ich so bei mir, naja im August an die vergangenen Monate zu denken? Doch etwas weit her geholt – zumal ich die Zahl 8 auch immer mit Unendlichkeit in Verbindung bringe. Doch während des Lesens musste ich plötzlich innehalten und ja, Du hast völlig recht. Der August scheint tatsächlich der Monat zu sein, wo man an das Vergangene denkt. Das habe ich gestern direkt bei einem Familientreffen beobachten können – auch ist der Sommer ja nun fast vorbei – o-Ton eines Gespräches und so weiter und so fort. Erstaunlich war für die Erkenntnis – jedenfalls werde ich es versuchen nicht mehr zu machen 🙂

    Und die Übung mit der Acht – wow – das ist schon recht schwierig – aber ich bleibe dran, sie werden nämlich von mal zu mal schöner .

    Danke für diese Erkenntnis.

    Liebe Grüße
    Birgit

    • Patricia 31. August 2015 um 9:15 #

      Liebe Birgit,
      geht es nicht auch immer auch wider darum, zuerst mal ein bisschen irritiert zu sein? Du hast die Acht von Aussen betrachtet und hast dich dann auf dieses Experiment eingelassen. Vielen Dank 🙂
      Damit erlaubt man sich etwas von einer anderen Seite zu betrachten und die Möglichkeit offen zu halten, es kann was dran sein. Und bereits ist man eine Erkenntnis weiter – egal wie das Resultat der Gefühle aussehen wird.
      Es geht einzig und alleine darum, es mal zuzulassen und wenn es stimmig ist, wenn ich damit in Resonanz bin, es auszuprobieren.
      Vielen lieben Dank für dein Offensein.
      Herzlichst
      Patricia

  6. Diana Rollke 29. August 2015 um 1:18 #

    Liebe Patricia,

    ich kenne diese Übung aus dem Kindergartenbereich als Konzentrationsübung für Kinder. Deine Variante finde ich total spannend und werde ich mal für mich aufgreifen, zumal ich gerade in einer Lebensphase bin, in der ich mit Spannung in die Zukunft schaue und dankbar bin, dass ich einiges in meinem Leben hinter mir gelassen habe.

    Dem Fluss des Lebens folgen nehme ich als Inspiration aus deinem tollen Artikel mit, herzlichen Dank dafür.

    Diana

    • Patricia 31. August 2015 um 9:19 #

      Liebe Diana,
      das finde ich nun wirklich toll – eine Achtbarkeitsübung als Konzentrationsübung im Kindergarten. Einfach nur wundervoll.
      Viel öfters sollten solche „Werkzeuge“ schon im jüngsten Alter gelehrt werden. Dies ist ein Aufsteller des Tages 🙂
      Vielen herzlichen Dank für diesen Hinweis.
      Herzlichst
      Patricia

  7. Frank 3. September 2015 um 15:16 #

    Lieebe Patricia,
    ich habe tatsächlich die acht so gezeichnet, wie du es vorschlägst. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass ich durch meine täglichen „Acht samkeits-übungen“ meist im Hier und Jetzt bin. Die Zukunft schließe ich dabei nicht aus, ich mache sogar Pläne, was ich noch erreichen will und gehe dann los und auch an Erlebtes in der Vergangenheit denke ich gerne zurück.
    Liebe Grüße
    Frank

    • Patricia 4. September 2015 um 13:17 #

      Lieber Frank,

      vielen Dank für deine Worte.
      Genau so empfinde ich es.
      Jeden Tag mit Achtsamkeit erleben und begegnen, so führt uns das Hier und Jetzt nach vorne und lässt und mit Dankbarkeit an Vergangenes denken und fühlen.

      Herzlichst
      Patricia

  8. Heidi 6. Mai 2016 um 11:51 #

    Liebe Patricia,

    ich bin beim stöbern auf diesen Artikel gestossen und habe neugierig die Übung gemacht.
    Aus meinem natürlichen Verständnis habe ich die Acht mittig links begonnen um dann nach rechts oben zu gehen. Die liegende 8 war perfekt und ausgewogen.
    2. Versuch, mittig anzufangen, fühlte sich zwar fremd an, ging sofort nach rechts oben, und nach der Vollendung mein Erstaunen, die 8 war links kleiner, auch nach einigen Versuchen mehr.
    Interessant, heisst das die Vergangenheit verliert ein wenig an Präsenz und Gewicht, meinem derzeitigen Gefühl, „Altes“ auszusortieren und zu verabschieden würde das sehr entsprechen?!
    Vielen Dank für die tolle Übung

    herzlichst
    Heidi

    • Patricia 7. Mai 2016 um 8:38 #

      Liebe Heidi,

      super, genau so kannst du es interpretieren – vielen Dank.

      Machst du die Übung nun 40 Tage lang hintereinander, wirst du feststellen, dass die liegende Acht immer ausgewogener daher kommen wird. Du wirst alle Anteile von dir annehmen und den JETZT-Augenblick in der Kraft geniessen.
      Deine Interpretion wiederspiegelt auch die Energie des 9er-Jahres 2016 – loslassen und aufräumen 🙂
      Ich wünsche dir viel Freude im Kreieren deiner Momente aus dem JETZT.
      Herzlichst
      Patricia

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