Warum bin ich lösungsorientiert?

34  Warum bin ich lösungsorientiertDa flattert ein Erfolgs-Tipp des Tages von Martin Betschart in meinen Mail-Briefkasten:

„Optimisten sehen immer und überall Möglichkeiten. Pessimisten sehen Probleme bzw. Schwierigkeiten. Wie ist es bei Ihnen? Haben Sie mehr Chancen oder mehr Krisen?“

Warum bin ich lösungsorientiert?

Ich stecke nicht in einer Krise, welche Martin Betschart anspricht, doch so etwas Banales wie ein plötzlicher Ausfall eines Kühl-Gefrierschrankes kann gefühlt bereits in etwas Ähnliches führen.

Ob nun Hausfrau, Köchin, Fernsehfan oder Kinder – ohne zu überlegen, marschieren wir zu unserem kühlenden Element in der Küche. Wir entnehmen schnell Rahm für eine feine Sauce, ein Yoghurt für den kleinen Hunger zwischendurch, ein Bier zum Durst löschen oder eine Kindermilchschnitte für das Zvieri (gesund oder nicht ist hier nicht die Frage).

Das ist wie wenn man jahrelang eine Uhr am linken Handgelenk als Schmuckstück getragen hat. Von einem Tag zum anderen entfernt man sie, weil gespürt wird, es beeinflusst das eigene Energiesystem und fördert eine Zeitabhängigkeit. Wie oft wird die folgenden Tage auf das leere Handgelenk geschaut? Wir sind Gewohnheitsmenschen.

Jedes Familienmitglied (mich eingeschlossen) hat während den ersten drei Kühl-Gefrierschrank-Ausfalltagen mindestens zehnmal in den leeren Kühlschrank geschaut. Wir sind Gewohnheitsmenschen. Ertappt man sich dabei, huscht schon mal ein Lächeln über die Lippen. Das Bewusstwerden, wie luxuriös wir doch leben, wird täglich stärker und damit wächst auch die Dankbarkeit.

Natürlich muss ein neuer Kühlschrank her. Ist auch bereits erledigt: Schauen welche Grösse, Küchenbauer Auftrag erteilt und nach einer gefühlten Ewigkeit wird der neue Kühl-Gefrierschrank unsere „lebensnotwendigen“ Nahrungsmittel wieder kühlen.

Warum bin ich lösungsorientiert?

Doch wie können wir nun vermeintliche Probleme, Krisen, Schwierigkeiten lösen?

Zuerst sollte erkannt werden wie Sie mit einem Problem umgehen:

  • Augen zu und ignorieren.
    • Ohne Kühl-Gefrierschrank – Klappt nicht! Wir sind zu verwöhnt in unserer Luxusgesellschaft und es gehört zu unserem Standartleben.
  • Darüber jammern, nur mir passiert sowas und ändern kann ich eh nichts.
    • Was soll ich denn nun frühstücken? Ich mag keinen Kaffee ohne Milch!
  • Packen wir es an! (–> angestrebtes lösungsorientiertes Handeln)
    • Ein neuer Kühl-Gefrierschrank muss her. Lieber gestern als morgen.

Warum bin ich lösungsorientiert?

Menschen mit der „Packen wir es an!-Strategie haben es deutlich einfacher. Sie machen auch keinen Unterschied, wie gross oder klein, wie wichtig oder unwichtig ein Problem ist. Sie gehen mit ihren eigenen Ressourcen und Fähigkeiten daran es zu lösen. Was nicht in ihrem Ermessen liegt, geben Sie weiter und holen sich Hilfe.

Gehören Sie eher zu den ersten zwei Gruppen? Macht nichts, denn dies ist kein Hindernis – Sie können es ändern. Beachten Sie einfach ab sofort ein paar konkrete Handlungsansätze und dann gehen auch Sie in Zukunft konstruktiv an Lösungen heran. Vergeuden Sie keine Zeit, sondern setzen Sie es gleich beim nächsten Hindernis um.

Handlungsansatz 1

  • Sie sollen sich nicht fragen, ob Sie was ändern können, sondern wie Sie eine Veränderung des Problems heranführen können.
  • Liegt es in Ihrem eigenen Fähigkeitsbereich oder brauchen Sie einen Spezialisten, einen Profi dazu?
  • Setzen Sie Ihren Gedanken keine Grenzen, denn die verleiten Sie, an Lösungen zu zweifeln und machen auch die kleinsten Problemchen zu schier unüberbrücklichen Hürden.
  • Was brauchen Sie? (Reparatur oder neuer Kühl-Gefrierschrank)
  • Wer könnte Ihnen behilflich sein? (Küchenbauer, Fachgeschäfte in Umgebung)
  • Wie könnte der erste Schritt sein? (Telefon)

Handlungsansatz 2

  • Die Schwierigkeit, das Problem, das Hindernis, die Krise anerkennen, denn es birgt Möglichkeiten, daran zu wachsen und dazuzulernen. (Dankbarkeit in einer „Luxusgesellschaft“ leben zu dürfen.)
  • Fähigkeiten und Kreativität fördern. (Neue Rezepte ohne gekühlte Nahrungsmittel.)

Handlungsansatz 3

  • Viele Wege führen nach Rom. (Googlen, die neuesten Produkte nachschauen, vergleichen.)
  • Verschiedene Lösungen betrachten. (Neuer Kühl-Gefrierschrank oder nur defektes Kühlaggregat ersetzen.)
  • Anforderungswünsche berücksichtigen. (Billiger kleiner Kühl-Gefrierschrank zur Überbrückung. Was war am jetzigen nicht so gut?)
  • Offen sein für Neues. (Überbrückung der Lieferwartezeit.)

Warum bin ich lösungsorientiert?

Mit diesen Handlungsansätzen werden Schwierigkeiten nicht beschönigt oder verniedlicht, sondern wir bewegen uns im grenzenüberschreitenden Lösungsraum. Somit haben wir auch das positive Gefühl, wir können mithelfen und wir werden automatisch selbstbewusster.

Der Monat September mit seiner Neuner-Energie fordert uns zusätzlich heraus, geduldiger zu sein. Hilft nicht gerade, wenn man Lust auf einen Kaffee mit Milch hat. Doch diese Energie der Zahl 9 bringt uns auch die Kraft, Änderungen willkommen zu heissen. Neuen Möglichkeiten und neuen Gedankengängen eine Chance zu geben.

Halten Sie auch mal inne und vergegenwärtigen Sie sich was Sie lieben und schätzen. Oft haben wir die Tendenz, gleich die Lösung auf einem Serviertablett erhalten zu wollen. Dabei vergessen wir die Zwischenschritte, die sehr wichtig für einen Lernprozess sind.

An dieser Stelle möchte ich besonders die Menschen ansprechen, die an einem 19. Geburtstag haben. Seien Sie geduldiger mit sich selber und erlauben Sie sich, sich Zeit zu nehmen. Sie möchten gerne eine Idee (1) sogleich (9) umgesetzt haben. Doch bedenken Sie, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

Sins Sie interessiert an den jeweiligen Tagensenergien? Hier können Sie mehr darüber erfahren.

Warum bin ich lösungsorientiert?

Wie gehen Sie Probleme, Krisen, Hindernisse oder Schwierigkeiten an?

Herzlichst

Patricia Zurfluh

8 Antworten zu Warum bin ich lösungsorientiert?

  1. Barbara J. Schoenfeld 16. September 2015 um 8:50 #

    Liebe Patricia,

    ja, ja, die liebe Geduld. Dabei bin ich doch schon soooo geduldig 😉 (hahaha)…..

    Nein, Spaß beiseite, eine richtige Lösung braucht halt manchmal etwas Zeit, dafür ist sie dann auch besser als der Übergangskühlschrank.

    Weil die neue Kühl-Gefrierkombination hat ganz andere Möglichkeiten als der bisherige Kühlschrank, auch wenn er eigentlich groß genug war. Aber vielleicht suche ich mir jetzt einen tollen riesig großen aus?

    Deine Geschichte passt grade wunderbar auf mein Leben 🙂
    Auch ich suche gerade nach einer neuen Lösung und dazu brauchts halt manchmal auch die Geduld, bis der tolle neue Kühlschrank geliefert wird.

    Ausgesucht hab ich ihn mir schon, bestellt auch, jetzt muss er nur noch geliefert werden.

    Und dazu brauchts Geduld.

    Herzliche Grüße
    Barbara

    • Patricia 16. September 2015 um 22:40 #

      Liebe Barbara,

      genau die immer wieder aufkommenden, uns herausfordernde Geduld. Manchmal ist es mit ihr leichter, manchmal schwieriger umzugehen.

      Doch ob es nun ein kleines Problemchen oder eine echte Herausforderung ist, es ist und bleibt eine subjektive, persönliche Angelegenheit.
      Mit der richtigen Angehensweise gibt es jedoch bestimmt schneller eine Lösung.

      viele Spass und Freude mit deiner kommenden „Kühl-Gefrierkombination“ 🙂 Es wird toll werden.

      Herzlichst und lieben Dank für deinen Kommentar.
      Patricia

  2. Monika 16. September 2015 um 10:50 #

    Liebste Patricia,
    deine heutige Mail (warum denke ich lösungsorientiert) war genau passend für mich.
    Dadurch konnte ich feststellen dass ich problemorientierter denke als ich dachte..
    Als ich dann noch weiter in mich ging, bemerkte ich, dass ich noch immer die Energie meiner Herkunftsfamilie lebte.
    Da war Pessimismus, Destruktivität und Negativität an der Tagesordnung.
    So habe ich es gleich aufgelöst und das Resultat war eine Stimmungsaufhellung und ein massiver Energieanstieg.
    Ich danke dir ganz herzlich für deine wertvollen Mails.
    So erwarte ich nun das Beste:)

    liebe Grüße
    Monika

    • Patricia 16. September 2015 um 22:45 #

      Liebe Monika,

      da freut mich sehr 🙂

      Genau so soll es sein. Kommt ein auf sich zugeschnittener Text zugeflogen – soll man sich gleich damit auseinandersetzen. Damit ist ein grosser Lernprozess bereits in Gang gesetzt. Die Eigenreflexion, das mit sich auseinandersetzen, ohne irgendwelche Schuldzuweisungen, führt zu einem grossen Loslassen können.

      Vielen lieben Dank für deine wertschätzenden Worte.
      Herzlichst
      Patricia

  3. Diana Rollke 17. September 2015 um 18:41 #

    Liebe Patricia,

    in deinem Beitrag kann man wieder deutlich erkennen, wie der ganz normale Wahnsinn des Alltags nicht nur tolle Blogartikelideen bietet, sondern wenn man noch weiter in die Tiefe schaut, darinnen wertvolle Lebenslektionen stecken.

    Sobald man die Phase des: „Das kann doch nicht wahr sein! Das geht jetzt aber auf keinen Fall! Oh Gott, was mache ich bloß!“ durchlebt hat ist mir der Blick in Richtung Lösung meistens erst möglich, wenn ich gedanklich einen Schritt zurücktrete.

    Damit löse ich mich ein wenig aus dieser „Gefühlsschleife“, die mir den klaren Blick versperrt. Und dann erkenne ich oft, dass die Lösung dort liegt, wo ich sie rein gar nicht vermutete hatte.

    Schön mit dir mal wieder in die Tiefe des Alltags getaucht zu sein

    Diana

    • Patricia 21. September 2015 um 8:01 #

      Liebe Diana,
      herzlichen Dank 🙂 Ja genau „wenn ich gedanklich einen Schritt zurücktrete“ – dies ist so wichtig.
      Erst wenn die Emotionen ein wenig abgeflacht sind, können Lösungen auch gesehen werden. Ansonsten verstrickt man sich in tausend Möglichkeiten und befindet sich in einem Labyrinth, welches den Weg zum Ausgang unnötig verlängert.
      Dies kann ja manchmal ok sein, doch im Alltag gibt es halt so DIESE Dinge, auf die wir einfach NICHT verzichten wollen 😉
      Herzlichst
      Patricia

  4. Gabriele Valerius-Szöke 17. September 2015 um 20:57 #

    Liebe Patricia,

    da fällt mir ein Pro bedeutet doch für, also ist ein Problem etwas Positives, was gelöst werden sollte.

    Sicherlich ist nicht alles von jetzt auf gleich zu lösen und manchmal bin ich auch noch ungeduldig, so wie gestern, als ich Gäste hatte und die selbst gebackene Pizza nicht vom Backpapier wollte. Aber davon hat sich die Pizza nicht beeindrucken lassen, somit verschwendete Energie, dass ich mich kurz aufgeregt habe.

    Es gibt immer eine Lösung, das sollte man immer im Hinterköpfchen haben.

    Liebe Grüße
    Gabi

    • Patricia 21. September 2015 um 8:04 #

      Liebe Gabi,
      herzlichen Dank.
      Ich sehe dich gerade vor mir – verärgert kommunizieren mit dem Backpapier und am Schluss ist auch noch die Pizza Schuld. Ich finde es immer sehr ulkig, zu sehen, wem wir im Moment des „Muss das sein“ plötzlich unsere Emotionen verschenken 🙂
      Doch du hast Recht, im Wissen und Vertrauen, es gibt immer eine Lösung, ist es beruhigend.
      Herzlichst
      Patricia

Schreibe einen Kommentar