Warum bin ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort?

Fotolia 38468746  Warum bin ich zur richtigen Zeit am richtigen OrtEs gibt Augenblicke, Zusammentreffen mit Menschen oder auch nur flüchtige Kommentare von Jemandem, bei welchen ich mich frage: „Und was habe ich damit zu tun?“

Und dann gibt es diese Augenblicke, wo ich gleich die Stirn runzle und mir eine „klatschen“ könnte im Wissen, hättest du vor einiger Zeit schon zugehört oder zugeschaut, dann müsstest du nicht wieder zu genau diesem Zeitpunkt an diesem Ort sein.

Und ja, diese Augenblicke in welchen ich fühle und dankbar bin, dass ich genau jetzt hier sein muss, weil es eine Chance bietet oder ich einfach eine wundervolle Zeit verbringen darf – diese Augenblicke sind genial und wertschätzend angenommen.

Warum bin ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort?

Seit einiger Zeit suchen sehr viele Menschen meine Praxis auf, weil sie sich eingesperrt fühlen, weil sie eine Freiheitssehnsucht haben und nicht wissen, wie sie dies in Partnerschaften oder in den Beruf integrieren können. Dies kann zu starken Stimmungsschwankungen führen, sogar zu Depressionen oder in eine Flucht irgendeiner Abhängigkeit.

Hier sollte man akzeptieren, dass jeder Mensch andere Bedürfnisse, andere Gedanken und andere Gefühle hat, die ihn immer wieder mal im Hamsterrad seine Runden drehen lassen.

Als Therapeutin erkenne ich mich oft in Anliegen meiner Klienten wieder. Doch wieso suchen immer öfters diese freiheitsliebenden Menschen Hilfe bei mir? Ich bin ein absoluter Familienmensch, harmoniesüchtig, bin diszipliniert am Arbeiten und fühle mich sehr wohl in geordneten Verhältnissen. Soweit gibt es keinen wirklichen Bezug zu diesem starkem Freiheitswunsch – oder sind es vielleicht die Gegensätze die sich anziehen?

Warum bin ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort?

Es ist viel einfacher. Diese wundervollen Menschen zeigen mir, was ich zu beachten habe, wenn ich nächstes Jahr, von meinen Geburtstagszahlen her betrachtet, immer stärker und stärker in diese Schwingung hineinkommen werde. Es ist also ein Nehmen und Geben.

Ein Geben: Meine Tipps und Hinweise lassen diese Menschen fühlen, dass alles in Ordnung ist. Kompromisse zu fällen ist gefragt und ein Leben soll so wertvoll und wertschätzend nach der eigenen innerer Sehnsucht und den jeweiligen Träumen gelebt werden.

Ein Nehmen: Ich darf schon im Vorfeld lernen, auf was ich stark achten sollte, damit ich meine Familie voll und ganz auch in Zukunft an meiner Arbeit, meiner Berufung teilhaben lassen kann.

Respekt und Toleranz sind gefragt. Ja und Dankbarkeit – denn ich freue mich über jeden freiheitssuchenden Klienten – ich kann so viel lernen. Ich bin zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Dann gibt es jedoch diese Momente, in welchen ich mich frage, was bitte schön habe ich damit zu tun? Wenn ich wirklich, auch noch nach festem Nachgrübeln nicht herausfinde, was ich daraus lernen sollte, dann darf ich es auch gleich wieder loslassen. Es gibt Zusammentreffen mit Menschen, die nur dazu da sind, dass derjenige etwas lernen oder sehen und annehmen darf. Ich stelle mich ihm also zur Verfügung einen Schritt weiterzukommen im Leben. Und dann darf ich diesen Schauplatz auch wieder verlassen.

Machen Sie sich das Leben nicht zu schwierig. Grübeln Sie nicht dauernd nach, was soll mir dies und jenes zeigen. Sondern freuen Sie sich auch darüber, dass Sie auch einfach einen Gedankenanstoss für jemanden anderen sein können. Was und vor allem wann derjenige etwas daraus machen wird, ist dann wiederum ihm selber überlassen.

Es geht darum, die Balance zu halten – Ihre eigene Balance. Jeder Mensch ist für seine eigene Balance verantwortlich. Jeder lebt in einem anderen Rhythmus. Dies heisst auch, es ist jedem Einzelnen überlassen, wann er aus seinem Hamsterrad austreten will.

Das Schöne im Leben ist, auch wenn Sie das Gefühl haben, Sie seien immer mit den gleichen Schwierigkeiten konfrontiert, sind es doch immer andere. Jeder Tag bringt neue Gefühle mit sich. Jeder Tag schenkt uns die Möglichkeit zu wählen.

Der Monat März kann dazu genutzt werden, Gefühle und Gedanken in Taten und Handlungen umzusetzen. Einfach mal zu machen und nicht zu hinterfragen. Hier sind nun diese Augenblicke mit Menschen oder Situationen gemeint, welche ganz klar mich selber betreffen. Für welche ich mir eine „klatschen“ könnte, damit ich es endlich lerne. So unangenehm es auch ist. Solange ich eigene Herausforderungen nicht liebevoll annehme, wird mir das Leben immer wieder Situationen und Menschen vorbeisenden, damit ich es vielleicht dann doch mal kapiere. Also wieso nicht jetzt?

Die Energie der 3, des Monates März ist auch eine intensive Kommunikation. Doch wenn dauernd nur kommuniziert und im Kreise gequatscht wird, und dann vielleicht auch noch vorwurfsvoll, was soll sich dann verändern? Auch hier heisst es für einmal, den Schauplatz zu verlassen, etwas anderes zu machen, als wie gewohnt. Zeigen Sie Stärke und lassen Sie Menschen auch einfach mal stehen. Ob dies nun akzeptiert wird oder als Niederlage von anderer Seite gedeutet wird, ist in diesem Moment völlig egal. Es geht darum, mal etwas anders zu machen, als gewohnt. Ein Zeichen setzen, dass der gewohnte Umgang nicht konstruktiv, vielleicht sogar respektlos und nicht wertschätzend ist.

Warum bin ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort?

Solange ich weiss und fühle, dass ich immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin, solange ich Vertrauen in Ursache und Wirkung habe, solange ist mein Leben im Fluss.

Das Leben ist ein Geben und ein Nehmen und in Dankbarkeit ist dies leichter zu führen.

Seien Sie spontan, damit Sie die richtige Zeit am richtigen Ort nutzen können. Das Leben bietet unzählige Möglichkeiten – es ist ein stetiges Vorwärtsgehen, denn die gestrigen Schritte können Sie nicht mehr gehen.

Geben Sie sich die Chance, Ihre Augenblicke der Lebensfreude zu geniessen – es soll für Sie stimmig sein und dann sind Sie sowieso zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Fühlen Sie sich meistens zur richtigen Zeit am richtigen Ort oder doch mehr im Hamsterrad?

Herzlichst

Patricia Zurfluh

13 Antworten zu Warum bin ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort?

  1. Sybille Johann 15. März 2015 um 13:32 #

    Liebe Patricia,
    danke für diesen Gedanken: “ Es gibt Zusammentreffen mit Menschen, die nur dazu da sind, dass derjenige etwas lernen oder sehen und annehmen darf. Ich stelle mich ihm also zur Verfügung einen Schritt weiterzukommen im Leben. Und dann darf ich diesen Schauplatz auch wieder verlassen.“
    Das ständige „was dir passiert, hat etwas MIT DIR zu tun, führt oft dazu, die „Schuld“ immer bei sich zu suchen. Und manche suchen es als Ausrede, dass sie dann draußen sind, weil es ja ICH bin, die damit ein Problem hat. Ich habe auch immer wieder das Gefühl, dass es jetzt nicht mein Thema ist, sondern ich meinem Gegenüber nur etwas spiegele, damit ER etwas daraus lernt.
    LG
    Sybille

    • Patricia 15. März 2015 um 15:16 #

      Liebe Sybille
      Du sprichst etwas ganz Wichtiges an – die Schuldzuweisung an sich selber.
      Es geht nicht darum, wer ist Schuld oder nicht, sondern einzig, wer darf etwas lernen und vor allem wer will etwas lernen.
      So gesehen, wird das leben viel leichter und die Spiegelbilder brauchen dann auch nicht immer gleich übersetzt zu werden.
      Herzlichst
      Patricia

  2. Sybille Johann 15. März 2015 um 16:03 #

    Stimmt, das lernen WOLLEN ist entscheidend. Wenn ich noch nicht bereit bin, kann ich gespiegelt bekommen, was nur irgendwie möglich ist, ich werde es nicht erkennen. Aber wir bekommen ja immer und immer wieder eine neue Chance zu lernen.

  3. Barbara J. Schoenfeld 15. März 2015 um 17:39 #

    Danke liebe Patricia,

    mir hilft das auch, dass nicht immer nur ich an allem schuld bin. Ich denke da auch als erstes immer dran, weil ich es so gewohnt bin. Aber so langsam dürfte das ja mal wirklich vorbei sein.

    Ich werde das bei den nächsten Herausforderungen mal in Betracht ziehen und das vielleicht auch mal anders deuten.

    Herzliche Grüße
    Barbara

    • Patricia 15. März 2015 um 18:23 #

      Liebe Barbara
      Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Mir hilft es nicht gleich anzunehmen, alles hat mit mir zu tun. Eine Zeit lang wollte ich alles analysieren, damit ich schneller Entwicklungsschritte machen konnte. Bis ich realisierte, dass es mich stresste und das Leben an mir vorbeizog.
      Heute versuche ich intuitiv zu spürten, ok das war jetzt das x.-Mal – also hat es sehr wahrscheinlich mit dir zu tun. Ja und dann heisst es ehrlich mit sich zu sein – auch wenn es vielleicht nicht gerade sehr angenehm ist.
      Herzlichst
      Patricia

  4. Renate M 15. März 2015 um 18:46 #

    Liebe Particia,
    wir neigen oft dazu, den „Schuldbegriff“ zu nennen. Doch was ist Schuld? Ist es nicht ein Begriff, den die Kirche uns aufgedrückt hat? Gibt es bei Gott Schuld? Wahrscheinlich nicht und wie wäre der Gedanke, dass Begegnungen geschehen, ohne an Schuld oder Schuldzuweisung zu denken? „Schuld“ engt ein und lässt uns „klein sein“ (z.B. im Hamsterrad gefangen).
    Wie wäre der Gedanke, Ich bin zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um genau diesen Menschen zu treffen, da er wichtig für mich und ich wichtig für ihn bin? Unser Verstand möchte alles analysieren, aber die Herzebene ist frei von Bewertungen.
    Liebe Grüße
    Renate

    • Patricia 15. März 2015 um 19:19 #

      Liebe Renate
      Wundervolle Zusammenfassung meines Blogbeitrages:
      „Ich bin zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um genau diesen Menschen zu treffen, da er wichtig für mich und ich wichtig für ihn bin?“ Einzig das „und“ würde ich durch ein „oder“ ersetzen 😉
      Letzten Sommer wurde mir gespiegelt wie stark ich z.B. immer selber „Entschuldigung“ oder „es tut mir leid“ sage. Dies war mir gar nicht bewusst, sondern es war Gewohnheit. Und wie du beschreibst, hat es mich selber sehr stark eingeengt, denn es hat mich automatisch klein gemacht. Aus diesem Hamsterrad herauszukommen war nicht einfach – doch heute freue ich mich jeden Tag darüber, den ich so erleben darf.
      Vielen Dank für deinen inspirierenden Kommentar.
      Herzlichst
      Patricia

  5. Frank 15. März 2015 um 21:40 #

    Liebe Patricia,
    ich bin immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Genau so ist es.
    Wer sich entschuldigt, ohne es ehrlich zu meinen und in der Überzeugung, dass er eigentlich recht hat, macht der sich nicht zum Opfer?
    Klar machen wir alle Fehler, und wenn wir etwas falsch gemacht haben und das erkennen, dann gehört es sich auch, sich zu entschuldigen.
    Ansonsten haben wir doch alle unsere Wahrheit.

    Ich glaube auch, dass jede Begegnung für Beide Seiten etwas zu lernen gibt.
    Und noch so ein Gedanke, der mir gerade so kommt.

    Sind wir nicht alle Unwissende?

    Danke für die Anregung zu dem Gedankenspiel
    HG
    Frank

    • Patricia 16. März 2015 um 0:37 #

      Lieber Frank
      „Sind wir nicht alle Unwissende?“ – eine sehr gute Frage. Da sollte ich mir auch einmal ein paar Gedanken darüber machen.
      Und doch, versuche ich, der Mensch nach Erklärungen zu finden. Ich denke dies liegt einfach in unserer Natur.
      Vielen Dank für deinen Gedankenanstoss.
      Herzlichst
      Patricia

  6. Christine 16. März 2015 um 17:40 #

    Liebe Patricia, ein sehr interessanter Artikel, danke dafür!
    Ich hab viele Jahre und eine Unzahl von Schuldzuweisungen gebraucht, bis ich begriffen hatte, dass alles immer zur Rechten Zeit geschieht und ich somit auch immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin.

    Sei es nun um zu erkennen, dass ich in einem Bereich meines Lebens noch nicht liebevoll mit mir selber umgehe oder auch um zu lernen, nicht mehr zu verurteilen, sondern zu akzeptieren, was grade da ist.

    Seither lebt es sich um vieles leichter!
    Liebe Grüße
    Christine

    • Patricia 16. März 2015 um 23:45 #

      Liebe Christine
      Du sprichst etwas ganz wichtiges an: „zu akzeptieren, was grade da ist.“
      Annehmen erleichtert enorm das Leben – oFt reicht schon ein darüber schlafen.
      Herzlichen Dank für diesen Gedanken.
      Herzlichst
      Patricia

  7. Gabriele Valerius-Szöke 17. März 2015 um 16:04 #

    Liebe Patricia,

    danke für deinen – wieder einmal – sehr aufschlussreichen Artikel.
    Soeben ist auch bei mir mal wieder der Groschen gefallen. Mit deiner Aussage: „Es gibt Zusammentreffen mit Menschen, die nur dazu da sind, dass derjenige etwas lernen oder sehen und annehmen darf. …“ kann ich nun endlich einige Dinge loslassen, um die meine Gedanken ständig kreisten. Es ist so einfach, ich werde nicht mehr gebraucht, es hat aber auch nichts mit mir zu tun! Punkt!

    Herzlichen Dank dafür.

    Alles Liebe
    Gabi

    • Patricia 17. März 2015 um 21:34 #

      Liebe Gabi

      Ja so ist. Punkt!
      Manchmal braucht es nur einen Satz und der Groschen darf fallen. Das Leben wird einfacher und bunter.

      Herzlichen Dank an dich.
      Lieber Gruss
      Patricia

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